Mina Buijs
* 1921
MINA BUIJS
JG. 1921
HOLLAND
ZWANGSARBEIT
EINGEWIESEN 30.8.1943
KRANKENHAUS ALSTERDORF
TOT 9.9.1943
Langenhorner Chaussee 625
Weitere Stolpersteine in Langenhorner Chaussee 625: Dimitri Woloschin | Marija Tschechanowitsch | Semjon Pogrebnikow | Albino Pietrogiovanna | Sofia Nietrzebka | Prokop Moskalenko | Ewgenia Masalewskaja | Grigor Gonsarenko | Leonid Dubik | Alexandera Daschewskaja
© Privatbesitz
Langenhorner Chaussee 625
Mina Buijs, geboren am 15.1.1921 in Rotterdam, verstorben am 9.9.1943 in Hamburg
Langenhorner Chaussee neben 625, Gedenkort
Mina Buijs wurde am 15. Januar 1921 in Rotterdam geboren, war ledig und evangelischen Glaubens. Aus ihrer Heimat Holland nach Hamburg-Langenhorn verschleppt, musste sie in der Rüstungsindustrie für die Hanseatische Kettenwerk GmbH (HAK) Zwangsarbeit leisten und war im „Gemeinschaftslager Tarpenbeck“, Weg 4, untergebracht.
Am 30. August 1943 wurde sie mit der Diagnose „Pectoralis phlegmone“ (Brustabszess) im Allgemeinen Krankenhaus Alsterdorf aufgenommen. Nach zehn Tagen verstarb Mina Buijs dort am 9. September 1943 um 4:15 Uhr. In der Todesanzeige des Krankenhauses ist als Todesursache „Abszess in der Achselgegend, Lungenembolie“ angegeben.
Mina Buijs war 22 Jahre alt.
Fünf Tage später, am 14. September 1943 um 11:00 Uhr, fand ihre Beisetzung durch die Beerdigungsgesellschaft Schröder „mit Dekoration, Pflanzen und Harmonium- bzw. Orgelmusik“ auf dem Friedhof Ohlsdorf statt. Sie kam in ein Sammelgrab mit neun unbekannten Toten, Grablage Bp 73, Reihe 20, Nr. 22.
Im November 1952 wurden ihre sterblichen Überreste auf das Areal der Niederländischen Kriegsgräber umgebettet, Grabplatz Bp 73, R. A, Nr. 11. Ein heller Natursteingrabstein vom Koninkrijk der Niederlanden mit eingemeißeltem Wappen* und ihrem Namen und ihrem Geburts- und Sterbedatum erinnert dort noch heute an sie.