Marija Tschechanowitsch
* 1920
MARIJA
TSCHECHANOWITSCH
JG. 1920
WEISSRUSSLAND
ZWANGSARBEIT
EINGEWIESEN 23.6.1943
KRANKENHAUS LANGENHORN
TOT 12.9.1943
Langenhorner Chaussee 625
Weitere Stolpersteine in Langenhorner Chaussee 625: Dimitri Woloschin | Semjon Pogrebnikow | Albino Pietrogiovanna | Sofia Nietrzebka | Prokop Moskalenko | Ewgenia Masalewskaja | Grigor Gonsarenko | Leonid Dubik | Alexandera Daschewskaja | Mina Buijs
Langenhorner Chaussee 625
Marija Tschechanowitsch, geboren am 7.7.1920 in Wowji (Vonji), Russland, verstorben am 12.9.1943 in Hamburg
Langenhorner Chaussee neben 625, Gedenkort
Am 7. Juli 1920 wurde Marija Tschechanowitsch in Wowji geboren. Sie war die Tochter von Anna und Pawel Tschechanowitsch, ledig und griechisch-katholischen Glaubens. Aus ihrer Heimat Russland nach Hamburg-Langenhorn verschleppt, musste Marija Tschechanowitsch für die Hanseatische Kettenwerk GmbH (HAK) Zwangsarbeit leisten und war dort im Lager untergebracht.
Am 23. Juni 1943 wurde sie mit der Diagnose „Pleuritis“ (Rippenfellentzündung) im Allgemeinen Krankenhaus Langenhorn aufgenommen. Zweieinhalb Monate später verstarb Marija Tschechanowitsch am 12. September 1943 um 13:30 Uhr im „Hilfskrankenhaus Langenhorn“, d.h. in einer der sechs sog. Ausländerbaracken.
ln der Todesanzeige des Krankenhauses ist als Todesursache „Kehlkopf u. Lungentuberkulose Herz-Kreislaufschwäche“ und als unterzeichnender Arzt Dr. Blumenthal angegeben. Marija Tschechanowitsch war 23 Jahre alt.
Drei Tage später fand ihre Beisetzung durch die Beerdigungsgesellschaft Schröder am 15. September 1943 um 10:30 Uhr auf dem Friedhof Ohlsdorf statt, Grablage Bp 73, Reihe 2, Nr. 7. Eine Grabsteinplatte mit ihrem eingemeißelten Namen und ihrem Geburts- und Sterbedatum erinnert dort noch heute an sie.