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Ella Marcus
* 1874

HIER WOHNTE
ELLA MARCUS
JG. 1874
DEPORTIERT 1941
LODZ
WEITERDEPORTIERT
15.9.1942
???

Isestraße 69

Weitere Stolpersteine in Isestraße 69: Ernst Maren | Michael Frankenthal | Bertha Brach | Henriette Leuschner | Rosalie Blum | Henry Blum | Selma Satz | Liesel Abrahamsohn | Gertrud Böhm | Lydia Wolff | Gottfried Wolff | Josephine Rosenbaum | Erna Gottlieb | Johanna Adelheim | Else Schattschneider | Günther Satz | Walter Löpert | Helene Löpert | Elfriede Löpert | Gertrud Holländer | Frieda Holländer | Ella Hattendorf | Irma Chassel | Hillel Chassel | Louis Böhm

Ella Marcus, geb. 5.9.1874 in Güstrow, am 25.10.41 deportiert nach Lodz, am 15.9.1942 weiterdeportiert nach Chelmno

Die Mutter von Ella Marcus, Sara Marcus, war eine geborene Mendel. Der Vater war Semmy Marcus. Ella Marcus arbeitete als Hausangestellte. Sie lebte bei ihren jüdischen Arbeitgebern und musste sehr oft ihre Stellung wechseln, wenn die Arbeitgeber sich keine Hausangestellte mehr leisten konnten.

Laut Kultussteuerkartei hat sie in folgenden Straßen gewohnt: Oderfelder Straße, Badestraße, Jungfrauental, Haynstraße 7 bei Martiensen, und zuletzt in der Isestraße 69 bei Chassel. Ella Marcus lebte von einem geringen Einkommen und unterstützte zudem ihre kranke Schwester Paula Marcus finanziell, die in der Sierichstraße 132 bei Harrisson zur Untermiete wohnte. Ella Marcus wurde am 25. Oktober 1942 nach Lodz deportiert, wo sie eine Unterkunft in der Hohensteiner Straße 43/45 zugewiesen bekam. Im September 1942 wurde das Getto nach nichtarbeitenden Personen durchkämmt. Während der einwöchigen Razzia galt eine Ausgangssperre, sodass keine Lebensmittelrationen verteilt werden konnten. Die SS wollte weitere zwanzigtausend Gettobewohner nach Chelmno, ins Vernichtungslager, transportieren. Dieser Aktion fiel auch die 68-jährige Ella Marcus zum Opfer. Sie wurde am 15. September nach Chelmno deportiert und dort ermordet.

Autor*in: Maike Grünwaldt

Quellen: 1; 2; 4; 8; Shmuel Krakowski, Das Todeslager Chelm­no/Kulmhof, Der Beginn der Endlösung, Göttingen 2008, S.105f. Zur Nummerierung häufig genutzter Quellen siehe Link "Recherche und Quellen".

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