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Barbara Wojekowska * 1944
Kurt-A.-Körber-Chaussee 9 (Bergedorf, Bergedorf)
ZWANGSARBEITSLAGER KAMPCHAUSSEE
DEUTSCHE KAP-ASBEST-WERKE
1943 – 1945
56 KINDER VON POLNISCHEN ZWANGSARBEITERINNEN
VERNACHLÄSSIGT – UNTERERNÄHRT - ERMORDET
BARBARA
WOJEKOWSKA
GEB. 21.12.1944
TOT 6.2.1945
Weitere Stolpersteine in Kurt-A.-Körber-Chaussee 9:
Richard Bafoll, Leo Georg Bartyzel, Jerzy Antoni Biernat, Ursula Caban, Eugenius Chrusciel, Zokistaco Domanska, Josef Dudek, Mirek Dziziong, Sophia Galeza, Wieslawa Grat, Wieslawa Gromczyk, Georg Gubanska, Richard Jedrzejczak, Alfrede Jonczyk, Kristine Kaicher, Barbara Karpinska, Marzel Keyl, Julius Dadewach Kinjora, Genovefa Klesczynska, Jan Kluba, Karol Kowalczyk, Henrik Krolikowska, Richard Kuzniarek, Therese Lebjoda, Waldemar Czeslaw Lekowski, Wlodzimierz Lipka, Julia Januta Lucik, Wladislaw Maciejczyk, Edward Stanislaw Malecka, Waldemar Masur, Veronika Michalczak, Leszek Moldysz, Jadwiga Nykel, Boleslaw Georg Olszewska, Czeslaw Olszewska, Irene Olzewska, Iwan Paliwoda, Stanislaw Polak, Johannes Puc, Robert Radwan, Iworna Saganowska, Peter Siczek, Wieslaw Staszak, Johann Stempczynska, Ryszard Telenga, Krystyna Tesarczyk, Juruch Turczyn, Irene Tylczak, André Wasiak, Danuscha Wezyk
Barbara Wojekowska, geb. am 21.12.1944 in Hamburg, verstorben am 6.2.1945 in Hamburg
Kurt-A.-Körber-Chaussee 9 (Bergedorf)
ehemals Lager Kampchaussee 9/11, Deutsche Kap-Asbest-Werke AG
Barbara Wojekowska kam am 21. Dezember 1944 in Hamburg zur Welt. Ihre Mutter Hanna Wojekowska, geb. am 7.1.1921 in Polen, war ledig. Aus ihrer Heimat verschleppt, musste sie seit dem 3. März 1941 in Hamburg-Bergedorf für die Deutsche Kap-Asbest-Werke AG bei der Herstellung von "Matten" Zwangsarbeit leisten. Sie war im Lager Kampchaussee 9 (heute Kurt-A.-Körber-Chaussee) untergebracht und in dieser Zeit schwanger.
Drei Wochen vor der Geburt ihres Kindes wurde Hanna Wojekowska am 27. November 1944 in der Frauenklinik Finkenau, Hamburg-Uhlenhorst, aufgenommen. Sieben Tage nach der Entbindung kam Hanna Wojekowska mit ihrer Tochter Barbara am 28. Dezember 1944 zurück in das Lager Kampchaussee. Dort musste Barbara die kurze Zeit ihres Lebens verbringen. Die Ernährungs- und Lebensbedingungen waren für sie völlig unzureichend.
Am 29. Januar 1944 wurde sie in das Allgemeine Krankenhaus Langenhorn mit der Diagnose "Ernährungsstörungen" eingeliefert. Nach acht Tagen verstarb Barbara dort am 6. Februar 1945 um 13:00 Uhr. In der Todesanzeige des Krankenhauses ist als Todesursache "Ernährungsstörungen", "Decomposition" (Zersetzung) und als unterzeichnender Arzt Sosnin angegeben.
Barbara wurde 1 Monat, 2 Wochen und 2 Tage alt.
Zehn Tage nach ihrem Tod fand ihre Beisetzung am 16. Februar 1945 auf dem Friedhof Ohlsdorf statt, Grablage: Q 39, Reihe 10, Nr. 20. Ihr Grab ist nicht mehr erhalten. Ende des Jahres 1959 wurde es zusammen mit mindestens 146 Gräbern der Kinder von Zwangsarbeiterinnen auf Areal Q 39 eingeebnet.
Stand: April 2026
© Margot Löhr
Quellen: Standesamt Hamburg-Uhlenhorst, Geburtsregister 40/1944 Barbara Wojekowska; StaH 131-1 II, 517, Listen der in Hamburg während des Zweiten Weltkrieg ums Leben gekommenen Ausländer. Band 2: Sowjetbürger, Polen, Niederländer und Belgier, S. 85; StaH 131-1 II, 518 Listen der während des Zweiten Weltkrieges in Hamburg verstorbenen und beigesetzten ausländischen Zivilarbeiter, S. 140, S. 253, S. 254; StaH 131-1 II, 519 Listen der 1940 in Hamburger Krankenhäusern behandelten Ausländer, nach Nationalitäten geordnet, S. 243; 131-1 II, 2721, Listen der Gräber von im Zweiten Weltkrieg verstorbenen ausländischen Zivilisten auf Hamburger Friedhöfen, S. 73; StaH 332-5 Standesämter, Sterberegister 9962 u. 273/1945 Barbara Wojekowska; StaH 332-5 Sterbefallsammelakten, 64403 u. 273/1945 Barbara Wojekowska; StaH 332-8, A 48 Alphabetische Meldekartei der Ausländer 1939–1945, 741-4 Fotoarchiv, K 4603; StaH 352-8/7 Staatskrankenanstalt Langenhorn, 184 Band 2, S. 134; ITS Archives, Bad Arolsen, Copy of Krankenhausliste Frauenklinik Finkenau 2.1.2.1 / 70646044, 70643785; http://www.zwangsarbeit-in-hamburg.de, eingesehen 17.2.2016; Archiv Friedhofsverwaltung Ohlsdorf, Beerdigungsregister 1945.

